Alexandra Sabitzer
Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

Ich bin sehr glücklich, dass ich mir meinen Praxistraum in München, der Stadt in der ich aufgewachsen bin, erfüllen konnte. Geboren bin ich im Juni 1967 in Klagenfurt im schönen Kärnten.

Mich haben schon immer die Dinge hinter den Dingen interessiert. Das Ausloten der Tiefen. So ist es nicht ungewöhnlich, dass ich neben meiner Ausbildung zur Heilpraktikerin für Psychotherapie und einigen Jahren als Management-Assistentin in internationalen Verlagen auch Lyrikerin bin. Deshalb möchte ich mich auch mit einem Auszug aus einer meiner Kurzgeschichten „Tagebucheinträge“ vorstellen:

 

"Sie ist weit gegangen, um ihn zu treffen. Sie hatte die Welt gesehen. Hatte alles erlebt, was sie erleben wollte. Sinn gesucht. Sie hatte gehofft, geglaubt und geliebt. Versucht. Verlassen. Hatte verloren. Verloren, was sie nie besaß. Was sie auch nie besitzen wollte. Wahre Freiheit. Ein hoher aber fairer Preis. 

Sie ist über allen Meeren geflogen, mit den Weisen der Erde geschwommen. Der Wind stellte ihr Fragen: „Was trägt dich von Innen, wenn alles andere wegfällt?“ Fallen oder fliegen war ihre Antwort, wenn sie wieder einmal vor einem Abgrund stand. Es gab nur diese beiden Möglichkeiten. „Bist du bereit, dafür zu sterben?“ flüsterte ihr der Wind zu. „Ja, ja, ich will“, entgegnete sie in wilder Entschlossenheit.

Dazu hatte sie mehr als einmal Gelegenheit. Doch der Wind führte sie sicher an der Hand. Er fing sie auf, wenn sie stürzte. Er blies ihr zärtlich durchs Haar, wenn sie weinte. Und er trug sie weiter, weiter, bis sie ihm begegnete.  Zum Abschied schenkte ihr der Wind ein weißes Blatt Papier und lächelte. Sie hob es auf und blickte in zwei dunkle Augen. Sie sah den Schmerz in ihnen, der ihrem ähnlich war.

Sanft, ganz sanft nahm sie sein Gesicht zwischen ihre Hände und berührte behutsam mit ihren Lippen die seinen. Hoffte, das schleichende Trauergift möge abfließen. Dann legte sie eine Hand auf sein Herz, wie es der Wind sie gelehrt hatte. Sie dachte an Rilke: „denn Zartes rührt an Zärtlichkeiten.“